Karriere ohne Leiter – Beruflicher Erfolg als Arbeitnehmer 4.0? (Pt. 2)

Hier habe ich bereits begonnen, von meinem TraumFewo-Werdegang zu berichten – aber wie ist das denn nun mit der Karriere und allem was dazu gehört? Lest, wie es weiterging und wie ich beruflichen Erfolg für mich definiere:

Nachdem ich unser Produkt und das dazugehörige Backoffice bereits bis in seine Abgründe kennengelernt hatte, lernte ich das Ganze nun quasi ‚von außen‘ kennen. Mit jedem Kundentermin lernte ich mehr darüber, was unser Portal für unsere Kunden leisten muss, was Arbeit mit unserem Produkt erleichtert oder erschwert und, auf ganz anderer Ebene, wie das „Blut in unseren Adern fließt“, also wie der Datenaustausch zwischen externen Anbietern und unseren Inseraten funktioniert. Obwohl ich nicht abstreiten möchte, dass manches davon mir ähnlich verschlossen blieb, wie die Vektorrechnung 😉

Heute, einige Jahre später, beschäftige ich mich in meiner jetzigen Rolle damit, wie wir mit unserem Produkt den größten Mehrwert genau für diese Kunden schaffen können, die ich in meiner Vertriebszeit kennengelernt habe. Und damit, unseren Kundenberatern die Arbeit zu erleichtern, sodass sie sich bestmöglich auf ihre Kundenbeziehungen konzentrieren und somit wiederum den größtmöglichen Mehrwert mit ihrer Arbeit schaffen können. Auch wenn das in unserem Umfeld nicht immer ganz einfach ist, denn neue Produktfeatures müssen auch immer gegen technical debt und die Komplexität unseres Spaghettimonsters abgewogen werden. Umso schöner ist es dann aber, wenn es klappt und unser Entwicklerteam Prozesse vereinfachen, Arbeitszeit einsparen und Abläufe automatisieren kann. Es macht mir richtig Spaß, wenn Aufgaben, die vorher Stunden gedauert haben, auf einmal mit einem Mausklick erledigt sind! Auch in dieser Rolle lerne ich natürlich wieder unglaublich viel ‚on the job‘ – agile Methoden, Prozessoptimierung und Projektkoordination sind schließlich auch nicht naturgegeben. Und in einer derart boomenden, dynamischen Branche wird es auch noch lange Zeit immer etwas Neues zu lernen geben, aber solange wir als Team immer gemeinsam auf der Suche nach den besten Lösungen und dem besten Ergebnis sind, bin ich zuversichtlich, dass wir immer einen Weg finden werden.

Als Fazit kann ich jedenfalls behaupten, dass ich durchaus das Gefühl habe beruflich erfolgreich zu sein. Und um die eingehenden Fragen zu beantworten:
Wer befördert mich, wenn es der Chef nicht tut? Mein Team, indem sie mir das Vertrauen entgegenbringen, immer verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen und ihre Interessen vertreten zu dürfen. Wer gibt mir die dazugehörige Gehaltserhöhung? Mein Team. Manchmal sogar, indem sie selbst auf ein höheres Gehalt verzichten. Wer plant meine berufliche Entwicklung mit mir? Mein Team, indem sie Anforderungen an meine Rolle stellen, die ich gezielt aufnehmen und mich entsprechend weiterbilden kann. Wer sagt mir, ob ich einen guten Job mache? Mein Team, indem sie mir regelmäßig Feedback geben oder mir auch mal nach Feierabend bei einem Bier ausführlich die Meinung sagen 😉
Und das finde ich gut so. Ich sage nicht, dass es ein unfehlbares System ist – aber letztendlich… wer könnte denn meine Arbeit besser beurteilen als meine Kollegen? Mag sein, dass ich mich horizontal bewege. Aber ich höre nicht auf mich zu bewegen.

Gefällt dir, was du liest? Möchtest du auch gemeinsam mit dem Team erfolgreich sein und deine Arbeit nicht nur „von außen“ bewerten lassen? Vielleicht haben wir da was für dich: Unsere Jobs.

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