Tobi und Todor erzählen: Remote bei TraumFewo

Wir hatten ja bereits erwähnt, dass es einige Kollegen bei TraumFewo gibt, die dauerhaft im Home-Office bzw. Remote für uns arbeiten. Zwei Experten auf diesem Gebiet sind Tobi (den kennt ihr ja schon ?) und Todor, der Remote aus Bulgarien als Designer arbeitet. Sie sind bei uns Teil der „Remote-Pioniere“ und teilen ihre Erfahrungen mit uns.

Tobi

Todor

1. Habt ihr ein paar generelle Tipps für die Arbeit im Home-Office bzw. den Remote Alltag?

Tobi: Mir ist es immer wichtig, einen Ort zum Arbeiten zu haben. Wenn ich da rein gehe, ist es Arbeit. Was oft passiert ist, dass Arbeit und Privates ineinander verschwimmen. Man darf nicht plötzlich 24 Stunden erreichbar sein und sich immer verantwortlich fühlen. Da gibt’s ein gutes Buch – Remote (liegt auch in unserer TraumFewo-Bibliothek) – da stehen viele gute Tipps drin. So etwas wie: Fang eine Routine an: steh auf, geh duschen, geh vielleicht kurz vor die Tür wenn´s dir gut tut. Zieh dich an und fange an zu arbeiten! Man sollte nicht aufstehen, aufs Telefon gucken und die Arbeitsnachrichten checken, eventuell im Pyjama an den Schreibtisch gehen und bis mittags dort sitzen. Man sollte in einem „Arbeitsmodus“ ankommen und auch Feierabend machen, wenn Feierabend ist. Die Kollegen sollten außerdem wissen, wann man erreichbar ist, ein Status auf Slack hilft immer. Ebenso sollte man drauf achten, dass man nicht in Vergessenheit gerät, seine Präsenz beispielsweise durch Slack-Nachrichten deutlich machen. Man sollte außerdem per Telefon erreichbar sein, wir haben beispielsweise Placetel-Apps. Alles in Allem: Kommunikation ist super wichtig!

Todor: Mir ist es auch sehr wichtig, auch im Remote ein eigenes Büro zu haben. Nicht nur um Arbeit und Privates zu trennen, sondern auch unter anderen Leuten zu sitzen, gemeinsam Mittag essen zu gehen und relevante Themen zu besprechen. Zuhause wird’s schnell langweilig und einsam und da sind außerdem mehr potentielle Ablenkungen.
Die perfekte Internetverbindung und die richtigen Kommunikationstools sind absolut entscheidend.
Auch wenn man Remote arbeitet, ist es eine gute Idee, ab und zu das Büro zu besuchen, bei Team Events und Feiern dabei zu sein. So fühlt sich man wie ein Teil eines Kollektivs und lernt auch die neuen Kollegen kennen.

2. Habt ihr euch auch mal beim „zu viel Arbeiten“ ertappt?

Tobi: Ja. Aber wenn dann aus dem Grund, dass es mir Spaß macht und nicht, weil ich muss. Bei der Entwicklung neuer Features habe ich einfach Spaß, dafür steh ich vielleicht sogar nachts, wenn ich eine gute Idee hab, auf und arbeite daran!

Todor: Bei mir ist es nie passiert, dass ich Überstunden arbeiten musste und in der Regel bin ich am Wochenende niemals an den Tasten. Aber unser flexibles Arbeitsmodell erlaubt mir, meine Stunden so wie ich will zu gestalten. Und es dürfen manchmal auch sehr gerne etwas mehr als acht Stunden werden, wenn ich aufs aktuelle Projekt richtig Bock habe!

3. Was seht ihr außerdem als Nachteile vom Remote arbeiten?

Tobi: Ich finde es super wichtig, dass man sich nicht isoliert und soziale Kontakte pflegt, sonst kann es schon sehr einsam werden. Es kommt immer auf das Team und das Thema an, aber man ist meist nicht so integriert in viele Themen, da man einfach nur Sachen mitbekommt, die bei Slack geschrieben werden. Das vergessen viele gerne mal.

Todor: Meetings, Internetverbindung (manchmal liegt’s ja am Büro), Video- und Soundqualität sind für mich die größten Hürden. Normalerweise klappt’s ganz gut, aber auch kleine Störungen können frustrierend werden, wenn man nicht alles mitbekommt oder seine Meinung nicht effektiv äußern kann.

Vollzeit-Remote zu sein ist leider nicht für alle Rollen und Teams gleichermaßen möglich, zumindest bei einer Firma, bei der die meisten Kollegen immer noch im Büro fest im Büro arbeiten. Für einen Frontendler oder Designer möge das ganz gut klappen, aber z.B. für einen PO wird‘s schon schwieriger.

4. Und was sind die konkreten Vorteile?

Tobi: Für mich absolut die Freiheiten! Ich kann arbeiten wann, wo und wie ich möchte. Und wenn der Handwerker kommt, bin ich flexibel. Außerdem schätze ich die Ruhe und Konzentration, die im Home-Office möglich ist, wenn es arbeitstechnisch mal ein bisschen kniffliger wird.

Todor: Ich sehe vor allem den Vorteil, näher beim Lebenspartner, beim Freundeskreis oder bei der Familie zu wohnen. Finanzielle Vorteile kann es auch geben: an einem günstigeren Ort wohnen, niedrigere Steuern oder keine Miete bezahlen, weil man z.B. woanders eine Wohnung besitzt o.ä.. Auch für die Firma ist es ein Vorteil, Remotearbeit zu fordern – so gibt’s mehr Auswahl auf dem Arbeitsmarkt. Nicht alle Top-Spezialisten wohnen in Bremen und umzu!

5. Habt ihr sonst noch Tipps für die Kommunikation? Was können z.B. die Kollegen tun, um euch das Leben als Remoteler so angenehm wie möglich zu gestalten? Wie sieht es beispielsweise in Meetings aus?

Tobi: Ich versuche immer schnell zu antworten und auch telefonisch (App) erreichbar zu sein. Basis ist hier Vertrauen, das muss sich aufbauen, deswegen ist Remote arbeiten auch für neue Kollegen erst nach einer gewissen Zeit sinnvoll. Mittlerweile sind aber viele Kollegen zu Freunden geworden, das ist natürlich die beste Basis! ?
In Meetings können Umgebungsgeräusche störend sein, deswegen empfehle ich intern den Raum Bremen für Meetings. Die Mikrofone nehmen viele Umgebungsgeräusche auf, die sind hier aber nicht so stark. Wenn man sich auf ein Gespräch konzentrieren und das Geplapper anderer Kollegen rausfiltern muss, kann das schon sehr nervig und anstrengend sein.

Todor: Ich finde es auch sehr wichtig, gute Mikros im Büro zu haben! Besonders bei einer schlechten Verbindung wird’s schwer, sich aktiv zu äußern. Kann sich manchmal so anfühlen, als ob man das Gespräch unterbricht. Es hilft immer, wenn die Kollegen den Remoteler in der Runde nicht ignorieren und nach seiner Meinung fragen.
Whiteboards sollten nach dem Meeting fotografiert und gepostet werden, PowerPoints sollten rumgeschickt werden. Agile Boards und Kalender bitte immer digital pflegen, nicht nur physisch im Büro.

Außerhalb von Meetings – auf Slack achten und wichtige Nachrichten auch schriftlich mitteilen.
Passend hierzu: eine visuelle Stütze 😉

Unsere Tipps für Remote Work und Home-Office

6. Was würdet ihr euch für das Remote-Arbeiten bzw. Home-Office bei TraumFewo wünschen?

Tobi: Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dass Remote arbeiten hier normaler wird! Einige Kollegen arbeiten von anderen Städten aus, man bekommt es immer mehr mit. Weiter so. ?
Todor: Ich hab auch gemerkt, dass mehr und mehr Kollegen Remote und Home Office machen und dass es meist ganz gut klappt.

Weitere lesenswerte Artikel zum Thema Home-Office und Remote arbeiten findet ihr auch zum Beispiel auch bei t3n als Erfahrungsbericht oder Bericht über Herausforderungen. Empfehlenswert sind außerdem die Artikel von Buffer.

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